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Aktuelles aus dem Mitteilungsblatt
"inform"
Über den folgenden Link können Sie die wöchentlichen Berichte der Ortsgemeinden im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Hachenburg abrufen:
"inform" VG Hachenburg
 
 
Die Gemeinde Gehlert wurde Sieger im Wettbewerb 2015 "Unser Dorf hat Zukunft" in der Hauptklasse des Kreiswettbewerbs, beim Regionalentscheid und auf Landesebene!

Die Pressemitteilung der ADD Koblenz zum Sieg bei dem Regionalentscheid finden Sie unter www.add.rlp.de
Die Pressemitteilung des Ministeriums wurde unter  http://isim.rlp.de veröffentlicht (s.u.).

 
Sitzungen und Veranstaltungen
23.04.2018 19 Uhr Gemeinderatssitzung im Dorfgemeinschaftshaus
02.05.2018
15 Uhr Seniorentreff im Dorfgemeinschaftshaus
 

Maßnahmenprogramm im Rahmen der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes

Die Maßnahmen werden nach der Wichtigkeit in die Priorität 1, 2 oder 3 eingestuft. Der voraussichtliche Realisierungszeitpunkt kann nicht immer als genaue Jahreszahl angegeben werden. Zum Teil wird der Realisierungszeitpunkt der einzelnen Maßnahmen in kurz-, mittel- oder langfristig eingestuft. Kurzfristig umfasst dabei einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren, mittelfristig 5 bis 10 Jahre und langfristig über 10 Jahre.

Maßnahmen

Priorität /

Voraus. Realisierung

1        

NATUR / TOURISMUS / ERHOLUNG

 

1.1   

Verbesserung der touristischen Infrastruktur (z.B.: Sanierung der Sitzbänke auf Basis des erstellten Bankkatasters, windgeschützte Bänke entlang des Wassererlebnispfades, partielle Verbesserung der Wege, Erneuerung Brückengeländer und Erweiterung Geländer am Bachlauf)

Einige Teilmaßnahmen sind bereits realisiert (z.B. Erneuerung und Erweiterung der Brückengeländer)

2

kurz-mittelfristig

1.2   

Errichtung eines Hinweisschildes am Wasser-Erlebnis-Pfad „Zuweg zum Westerwald-Steig“

2

kurz-mittelfristig

1.3

Touristisches Konzept (Vermarktung touristischer Angebote und Aktivitäten, z.B. Flyer entwickeln)

2

kurz-mittelfristig

1.4

Ökologische Maßnahmen, z.B. Aufwertung von Fließgewässern durch Entfichtung, Verbesserung von Nahrungshabitaten für Vögel durch Anlage von Tümpeln

Diese Maßnahmen können ggf. als Ökokonto-Maßnahmen für das geplante Baugebiet (s. Nr. 2.4) verwendet werden.

 

2

kurz-mittelfristig

2        

INFRASTRUKTUR / VERKEHR / GEMEINDLICHE ENTWICKLUNG

 

2.1   

Sanierung der K24 zwischen Hachenburg und Gehlert; Umsetzung erfolgt nach Prioritätenliste des WW-Kreises (Bewertungsverfahren nach den Kriterien Zustand, Verkehrsbelastung, Verkehrsbedeutung)

 

 

 

Schaffung eines Fuß- und Radweges entlang der K24 zwischen Hachenburg und Gehlert

1

kurz- mittelfristig (Sanierung)

 

 

2

kurz-mittelfristig

(Fuß- / Radweg)

2.2   

Erhaltung und Modernisierung der Grillhütte (Dacherneuerung, sanitäre Anlagen)

2

kurz-mittelfristig

2.3   

Umgestaltung und Erweiterung der Friedhofshalle

2-3

mittelfristig

2.4   

Planung eines Neubaugebietes

1

kurzfristig

2.5   

Verkehrsberuhigung im Ortskern zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Alter Schule durch mobile Geschwindigkeitsanzeige und / oder selbstgestaltete Beschilderung („Achtung! Spielende Kinder“)

1

kurzfristig

 

2.6   

Dorftreff im "Alten Gasthaus" / Entwicklung eines Nutzungskonzepts (wichtige private Maßnahme)

2

kurz-mittelfristig

2.7   

Sanierung Jugendraum (Dach neu, energetische Sanierung)

1

kurzfristig

2.8   

Sanierung DGH (Fassadenerneuerung, event. Fundamentsanierung)

1-2

kurz-mittelfristig

2.9   

Smartes Dorf / eigenständige, alternative Energieversorgung

(Workshop, Beratung von privaten und öffentlichen Projekten)

2

fortlaufend

2.10            

Internetanschluss über Glasfaser; Einrichtung von WLAN-Hotspots

1

kurzfristig

3        

ORTSBILD / GRÜNGESTALTUNG

 

 

Erhaltung der Ortskernstruktur durch Gebäudenutzung und Ortsbildpflege

Die dauerhafte Nutzung und Erhaltung der Altbebauung im alten Ortskern ist wichtiges Anliegen der Dorferneuerung (Ortsbildgestaltung und funktionale Stärkung des Ortskerns). Im Ortskernbereich sind vereinzelt Maßnahmen zur Erhaltung, Renovierung und Umnutzung von Altgebäuden durchzuführen. Daneben ist die Vermeidung von Leerstand durch vorausschauende Beobachtung des aktuellen und perspektivischen Leerstands sinnvoll. Die Umnutzung leerstehender, nicht mehr genutzter Gebäude soll über verstärkte Informations- und Beratungstätigkeit der Ortsgemeinde unterstützt werden. Gebäude mit gestalterischen und baulichen Mängeln sollten zur Aufwertung der Bausubstanz und Verschönerung des Ortsbilds saniert bzw. umgestaltet werden. Neben der Renovierung / Modernisierung und Umnutzung von Gebäuden sind ebenfalls der gezielte Ankauf von „Problemgebäuden“ durch die Gemeinde und deren Abbruch oder teilweiser Rückbau sowie eine dorfgerechte Neubebauung eine Aufgabe der zukünftigen Dorfentwicklung. In der Ortsmitte gelegene Grundstücke mit Nachverdichtungspotenzial sollten langfristig einer Bebauung zugeführt werden. Bei Renovierungs- und Neubaumaßnahmen sollte auf regionaltypische Bauweise und Materialien geachtet werden.

1

fortlaufend

 

3.1   

Funktionale Aufwertung des Ortskerns / Gestaltung am Brunnenplatz und DGH-Umfeld:

·         Umfeldgestaltung am DGH mit Holzpodest und Sitzelementen unter der Linde + Beetgestaltung

·         Renovierung Brunnen + Umfeld

·         Umgestaltung des Buswendeplatzes

1

kurzfristig

3.2   

Funktionale Aufwertung der Spiel- und Freizeitanlage für Nutzer von 0-99: Ergänzung der Spielbereiche und Sitzmöglichkeiten (Spielgeräte für U-3 Kinder, Wasserspiel mit Pumpe und Matschplatz, offene Hütte mit Sitzmöglichkeit, Relaxliegen und Bänke im Schatten). Die Maßnahmen sind teilweise bereits in Umsetzung.

1

kurzfristig

 

3.3

Patenschaften für Grüngestaltung und -pflege / Obstbaumpflege

Die Maßnahmen sind z.T. bereits realisiert (Beet gegenüber der Alten Schule).

2

fortlaufend

4        

DORFLEBEN / DORFTRADITION

5

4.1

Sicherung der Angebote durch Ausbau des Helferpotentials

2

fortlaufend

4.2

Schaffung eines Netzwerks von Senioren-Alltagshilfen (z.B.: Besuchsdienst, Einkaufspatenschaft, Fahrdienst, Kummerkasten)

2

fortlaufend

 

 

Gehlert erringt im Landeswettbewerb
"Unser Dorf hat Zukunft 2015"
Gold

Siegerehrung in Kaiserslautern durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer
und Innenminister Roger Lewentz
Die Delegation aus Gehlert freut sich über die Auszeichnung.

Hier die offizielle Presseveröffentlichung des Ministeriums:

06.10.2015 | Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2015

Lewentz: Neben den Siegern im Wettbewerb gibt es viele Gewinner

Der Landesentscheid 2015 im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" ist entschieden. Insgesamt 187 Dörfer hatten sich am Landeswettbewerb 2015 beteiligt, 106 in der Hauptklasse (erstmalige Teilnahme) und 81 in der Sonderklasse (mehrmalige Teilnahme). Davon hatten sich in den Kreis- und Gebietsentscheiden 23 Dörfer für den Landesentscheid qualifiziert. Die Jurys von jeweils 5 Personen in der Haupt- und Sonderklasse haben nach einer eingehenden Begutachtung vor Ort die diesjährigen Sieger im Landeswettbewerb ermittelt.

 „Das Ergebnis im Landesentscheid spiegelt die gute Arbeit und die großartige Gemeinschaftsleistung in den Dörfern wieder“, sagte Innenminister Roger Lewentz. „Was die Menschen in unseren Dörfern Tag für Tag leisten, beeindruckt mich sehr. Neben den Siegern im Dorfwettbewerb gibt es durch die vielen Initiativen und Aktivitäten der Teilnehmer auch viele Gewinner“, so der Minister.
In der Sonderklasse gab es folgende Bewertung (alphabetischer Reihenfolge):

Gold:  Ortsgemeinde Dernau   Landkreis Ahrweiler
  Ortsgemeinde Eppelsheim   Landkreis Alzey-Worms
  Stadtteil Marienthal (Stadt Rockenhs.) Donnersbergkreis
  Ortsgemeinde Ober Kostenz  Rhein-Hunsrück-Kreis

Silber: Ortsgemeinde Eulenbis   Landkreis Kaiserslautern
  Stadt Hornbach    Landkreis Südwestpfalz
  Ortsgemeinde Rohrbach   Landkreis Südliche Weinstraße
  Ortsgemeinde Wolsfeld   Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bronze: Ortsgemeinde Monsheim    Landkreis Alzey-Worms
  Ortsgemeinde Obernhof   Rhein-Lahn-Kreis
  Ortsgemeinde Schwollen   Landkreis Birkenfeld

In der Hauptklasse gab es folgende Bewertung (alphabetischer Reihenfolge):

Gold:  Ortsgemeinde Gehlert   Westerwaldkreis
  Ortsgemeinde Reil    Landkreis Bernkastel-Wittlich
  Ortsgemeinde Senheim-Senhals  Landkreis Cochem-Zell
  Ortsgemeinde Weyher   Landkreis Südl. Weinstraße

Silber: Ortsgemeinde Freckenfeld   Landkreis Germersheim
  Ortsgemeinde Guldental   Landkreis Bad Kreuznach
  Stadtteil Kahren (Stadt Saarburg) Landkreis Trier-Saarburg
  Ortsgemeinde Schmißberg  Landkreis Birkenfeld

Bronze: Ortsgemeinde Maßweiler    Landkreis Südwestpfalz
  Ortsgemeinde Oberwiesen  Donnersbergkreis
  Ortsgemeinde Reckershausen  Rhein-Hunsrück-Kreis
  Ortsgemeinde Urbach   Landkreis Neuwied

Bei der Bewertung wurden Kriterien beurteilt: „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „Bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten“, „Baugestaltung und -entwicklung“, „Grüngestaltung/Das Dorf in der Landschaft“, „Gesamtbeurteilung“.
Die Siegerehrung findet am Freitag, den 13. November 2015, ab 14:00 Uhr in der Fruchthalle in Kaiserslautern statt. Alle Gemeinden, die am Landesentscheid 2015 teilgenommen haben, werden von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit einer Urkunde und einer Glastrophäe ausgezeichnet.

„Alle Gemeinden, die sich über den Kreis- und Gebietsentscheid für den Landesentscheid qualifiziert haben, sind Gewinner - unabhängig von einer weiteren Platzierung“, so Minister Lewentz. Besonders die vielen beispielgebenden, zukunftsweisenden Initiativen und Maßnahmen für eine nachhaltige Innenentwicklung und attraktiveren Gestaltung der Ortskerne seien für alle Gemeinden ein Gewinn. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung sei das außerordentlich hohe ehrenamtliche Engagement und die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung ihres Dorfes aktiv mitzuarbeiten.

 
Erinnerung an besondere Veranstaltungsereignisse:
 


Dokumentation über die Schicksale von Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges aus Gehlert
Am Volkstrauertag 2013 stellte der Arbeitskreis Dörfliches Leben Gehlert e. V. eine Dokumentation über die Schicksale von gefallenen und vermissten Mitbürgern aus Gehlert während des 2. Weltkrieges der Öffentlichkeit vor.
Grundlage der Dokumentation sind Feldpostbriefe und andere Dokumente, die über das Schicksal der Gefallenen und Vermissten Auskunft geben.
Den interessierten Gästen, die sich im Dorfgemeinschaftshaus versammelt hatten, wurden in einer Powerpoint-Präsentation die inhaltlichen Schwerpunkte der Dokumentation vorgestellt.

 

2010

2012

Erinnerung an ein besonderes Veranstaltungsereignis 2009:  
Einen Überblick über die im Jahr 2010 stattfindenden Veranstaltungen finden Sie unter
"Veranstaltungen"
 
 
"Dat Wasser von Gehlert es good"
- Lustige Aufführung des Gehlerter Dorftheaters -

Einen kurzweiligen und äußerst amüsanten Abend bereitete die neu gebildete Gehlerter Theatergruppe den Besuchern im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus. Nach der Begrüßung durch Johannes Kunz und der musikalischen Einstimmung durch die „Westerwald-Buben“ setzten die Darsteller in professioneller Manier das von Johannes Kunz geschriebene Drehbuch in Szene.

Das Geschehen spielt im Jahre 1929 und handelt von einem eskalierenden Streit zwischen Gehlert und dem Nachbarort Hachenburg. Dass dabei das aus dem Gehlerter Wasser gebraute Bier der Hachenburger Brauerei im Mittelpunkt steht und sogar als politisches Druckmittel genutzt wird, deutet schon der Titel des Dreiakters an. Handlungsort für die abwechslungsreichen und turbulenten Szenen ist natürlich die Gehlerter Gastwirtschaft Kunz „Off da Bitz“. Hier werden die Ideen ausgebrütet, wie man im Streit mit den Hachenburgern die Oberhand gewinnen kann. Der Wirt Karl (Johannes Kunz) und seine Gäste Clemens, Gregor und „Bab“ (Antonius Kunz, Gunnar Giese, Markus Leyendecker) greifen dabei zu drastischen Maßnahmen und nutzen die in der Gehlerter Gemarkung gelegenen Quellen, um den Hachenburgern das Wasser abzudrehen. Selbst der schlagfertigen Wirtin Paula (Birgit Richter) und ihrer Bekannten Tilli (Ellen Schäfer) sowie dem Bürgermeister Rees (Berthold Schäfer) gelingt es nicht, die Männer von ihrem Vorhaben abzubringen. So muss der Polizist Scharf (Jürgen Kunz) in dieser Angelegenheit ermitteln. Zwar findet er die Tatverdächtigen in der Gastwirtschaft, doch gelingt es diesen, den Polizisten mit viel Hachenburger Bier und genügend Schnaps außer Gefecht zu setzen und verschwinden zu lassen. Als Stadtbürgermeister Kappel (Joachim Klöckner) und sein Schiedsmann (Jürgen Kunz) in das Geschehen eingreifen, geraten die Täter gehörig unter Druck. Äußerungen von zwei Jugendlichen (Lea Schäfer, Julius Kunz) tragen dabei noch zur allgemeinen Verwirrung bei, bevor durch die geschickte Verhandlungsführung der Gehlerter eine politische Lösung gefunden wird. Der Stadtbürgermeister und sein Gehlerter Amtskollege unterzeichnen den Vertrag. Die Hachenburger erhalten wieder das Wasser aus der Gehlerter Gemarkung und die Gehlerter können ihren Durst weiterhin am köstlichen Hachenburger Bier löschen.
Mit lang anhaltendem Applaus dankten die begeisterten Zuschauer den Darstellern für ihre schauspielerische Leistung und ihrer Souffleuse Christa Kunz.


Fotos: Manfred Schütz

Ortsbürgermeister Paul Kunz dankte allen Akteuren und ihren zahlreichen Helfern für die gelungene Aufführung und die Bereicherung der Gehlerter Kulturszene. Diesem Dank schloss sich auch Heiner Schneider von der Westerwald-Brauerei Hachenburg an und äußerte den Wunsch, dass dieses Stück nochmals aufgeführt werde.

 
Ziegelmeilerfest mit interessanten Aktionen

Interessante Informationen bot der Aktionstag „Ziegelmeilerfest“ am 2. September 2006. Der Arbeitskreis „Dörfliches Leben Gehlert“ hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen, um den Besuchern anschaulich das in früheren Jahrhunderten übliche Feldbrandverfahren zur Herstellung von Lehmziegelsteinen vorzuführen. Neben einer Ausstellung und Informationstafeln zur Historie der Ziegelherstellung waren der Aufbau und das Anzünden eines kleinen Ziegelmeilers der eigentliche Höhepunkt des Aktionstages. Interessiert verfolgten die Besucher das Aufschichten der aus Gehlerter Lehm selbst hergestellten Ziegel im Meiler und das Verfüllen mit Holzkohle.


Fleißige Helfer unterstützen den "Meilerbauer" Johannes Kunz.

Erläuterungen zum Arbeitsablauf und Informationen über das Herstellungsverfahren der Lehmziegel verdeutlichten, wie mühsam und arbeitsaufwendig in früheren Zeiten das Brennen von Lehmziegeln war, das noch zum Beginn des vorigen Jahrhunderts in Gehlert praktiziert wurde. Erst durch die industrielle Herstellung von Ziegeln in Ziegeleien, z. B. durch die Ziegelei Friedrich Mies in Hachenburg, wurden diese Steine seit 1900 auch beim Hausbau in Gehlert verwendet.
Nach dem Verschließen des kleinen Meilers mit einer Lehmkuppel konnte das Entzünden der Holzkohle durch eine kleine Zugluftöffnung erfolgen. Schon nach kurzer Zeit zeigte der Temperaturanstieg an der Außenwand des Meilers, dass der Brennvorgang im Innern erfolgreich begann. Über eine Zeitdauer von ca. 6 Tage werden nun bei Temperaturen von bis zu 800 Grad die Lehmziegel gebrannt.
Angesichts der zu erwartenden Hitze im Meiler wurde das Gelände anschließend abgesperrt. Die Organisatoren wiesen die Besucher, besonders die Kinder, daraufhin, dass in den nächsten Tagen der Meiler wegen der Verbrennungsgefahr nicht berührt werden darf.


Nach getaner Arbeit freuen sich die Helfer über die gelungene Aktion.

Der Arbeitskreis „Dörfliches Leben“ setzte damit erstmals eine seiner Zielsetzungen um, nämlich durch Veranstaltungen interessierten Mitbürgern Einblicke in historische Zusammenhänge und Begebenheiten rund um das Leben in früheren Zeiten zu bieten. Die Verteilung der 1. Ausgabe eines Mitteilungsblattes mit dem Namen „Der Platzfräßer“ komplettierte die Informationen rund um den Lehmziegelbrand.
Der Arbeitskreisvorstand dankt allen, die sich aktiv bei den umfangreichen Arbeiten rund um diesen Aktionstag engagiert haben. Wer den Arbeitskreis als aktives oder passives Mitglied künftig auch unterstützen möchte, ist herzlich willkommen.

 
Seniorentreff im Landschaftsmuseum

Ein Besuch im Landschaftsmuseum in Hachenburg stand kürzlich auf dem Programm unseres Seniorentreffs.
In einem Einführungsreferat durch die Museumsführung erhielten die Teilnehmer zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten des Museums. Sie erfuhren dabei interessante Details über die einzelnen Häuser, deren Bauweise und Einrichtungen. Ein kleiner geschichtlicher Rückblick verdeutlichte den Zuhörern die ärmlichen Verhältnisse und harten Lebensbedingungen der Westerwälder Landbevölkerung in früheren Jahrhunderten.
Anschließend konnten die Teilnehmer sich in Ruhe die interessanten Einrichtungsgegenstände und Sammlungen in den Häusern betrachten. Dabei wurden viele Erinnerungen an vergangene Zeiten geweckt und ausgetauscht.
 

Besonderes Interesse fand auch die derzeitige Sonderausstellung „Sport im Westerwald“. Hier werden mit interessanten Exponaten und kleinen Filmdokumenten die Anfänge des Sports im Westerwald im vergangenen Jahrhundert dargestellt.
Im Anschluss an den Museumsbesuch fand die Zusammenkunft mit einem geselligen Beisammensein und einem kleinen Imbiss in unserem Dorfgemeinschaftshaus einen schönen Ausklang.
 

Gründung des „Arbeitskreises Dörfliches Leben Gehlert“

Ca. 45 Mitbürgerinnen und Mitbürger nahmen an der Versammlung zur Gründung des Arbeitskreises teil. Nachdem vom Ortsbürgermeister Zweck und Ziele dieses Arbeitskreises erläutert worden waren, wurde die vom Gemeinderat vorgeschlagene Satzung besprochen und von der Versammlung in unveränderter Form akzeptiert. Die Satzung soll dem Amtsgericht zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit vorgelegt werden. Die enge Bindung des Arbeitskreises an die Gemeinde und deren Zielsetzungen wird dadurch erreicht, dass gemäß der Satzung drei Gemeinderatsmitglieder dem Vorstand angehören: Der Ortsbürgermeister oder einer seiner Stellvertreter als Vorsitzender sowie zwei vom Gemeinderat zu bestimmende Ratsmitglieder als Beisitzer.
Die Mitglieder wählten nun den folgenden Vorstand:
Vorsitzender:            Paul Kunz
Stellvertreter:            Johannes Kunz
1. Kassenwart:          Horst Zink
2. Kassenwart:          Katja Schumacher
Schriftführer:              Michael Kind
Beisitzer:                   Joachim Klöckner
Zwei weitere Beisitzer werden vom Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung bestimmt.
Der Vorstand wird nun die Arbeitsweise und die konkreten Aktivitäten des Arbeitskreises planen. Die Informationen darüber erfolgen in diesem Mitteilungsblatt.

Aus der Einwohnerversammlung vom 08.03.06

Im Rahmen der Einwohnerversammlung konnten sich die zahlreichen Besucher ein Bild über die aktuellen kommunalpolitischen Gegebenheiten in der Gemeinde Gehlert bzw. der Verbandsgemeinde Hachenburg machen. Ortsbürgermeister Paul Kunz ließ noch einmal die erfolgreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2005 Revue passieren und stellte dabei besonders das lebendige Gemeindeleben und die Vereinsaktivitäten heraus. Anschließend erläuterte er detailliert die derzeitige finanzielle Entwicklung des Gemeindehaushaltes. Nachdem im vergangenen Jahr durch eine überaus sparsame Haushaltsführung in allen Bereichen und positive Einnahmen durch die Jubiläumsveranstaltungen und Spenden ein Fehlbetrag von ca. 151.000 € bis auf ca. 17.000 € reduziert werden konnte, weist der Haushalt 2006 erneut einen Fehlbetrag im Verwaltungsetat von 182.760 € auf. Dieses Defizit ist wie im Vorjahr auf die extrem rückläufigen Einnahmen bei der Gewerbesteuer zurückzuführen. Ein Spielraum für größere Investitionen ist somit nicht mehr gegeben, obgleich auf dem Friedhof Umgestaltungsmaßnahmen und am Dorfgemeinschaftshaus Renovierungen dringend notwendig wären. Paul Kunz regte deshalb die Gründung eines Arbeitskreises „Dörfliches Leben Gehlert“ an, um unter dem Motto „Unser Dorf hat Zukunft“ Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gewinnen, die zu ehrenamtlicher Mitarbeit bei gemeindlichen Vorhaben bereit sind. Er stellte mit einigen Beispielen die Zielsetzungen dieses Arbeitskreises vor, zu dessen Gründungsversammlung für Freitag, den 07.04.06, 19.30 Uhr, ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen wird. Er rief dazu auf, trotz der angespannten Haushaltslage mit Optimismus und im Vertrauen auf die gemeinsame Stärke die künftigen Herausforderungen anzugehen.

Verbandsbürgermeister Peter Klöckner unterstützte dieses geplante Vorhaben und strich besonders die Vorteile der Eigenständigkeit der Gemeinden heraus, in denen die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Bewohner in Zeiten knapper Kassen vieles zum Nutzen der Gemeinschaft bewirken können. Er zeichnete ein positives Bild von der künftigen Entwicklung von Stadt und Verbandsgemeinde Hachenburg. Insbesondere verwies er auf die Bedeutung der strukturellen Verbesserungen sowie die Betreuungsanbote für Kinder, um infolge des demographischen Wandels rückläufige Einwohnerzahlen zu verhindern. Anschließend beantwortete er spezielle Fragen aus der Zuhörerschaft.
Forstdirektor Harald Hericks informierte die Versammlung ausführlich über die geplanten Veränderungen in der Forstverwaltung und den Neuzuschnitt der Forstreviere. Er stellte Herrn Hans-Günter Mohr als künftigen Technischen Produktionsleiter (TPL) im Bereich der Verbandsgemeinde Hachenburg vor und erläuterte das veränderte Personalkonzept, von dem finanzielle Einsparungen erhofft werden.
Nach der Beantwortung weiterer Fragen aus der Versammlung dankte Paul Kunz den Besuchern für ihre Teilnahme und ihr Interesse an der Gemeindepolitik.
 

 

Führungswechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Gehlert

Im Rahmen der Einwohnerversammlung am 08.03.06 wurden der Wehrführer Gerhard Wirth und sein Stellvertreter Norbert Müller von Ortsbürgermeister Paul Kunz für ihre langjährige Tätigkeit in der Feuerwehr geehrt. Gerhard Wirth war seit 1989 Leiter der FFW Gehlert, Norbert Müller seit 1992 stellvertretender Wehrführer. Beide beendeten diese Tätigkeiten, bleiben aber weiterhin aktive Mitglieder in der Feuerwehr. Paul Kunz dankte beiden mit einem Präsent für ihre ehrenamtliche Arbeit und hob dabei besonders die positive Bedeutung der Feuerwehr für die Dorfgemeinschaft hervor. Als ihre Nachfolger stellte er der Versammlung Detlef Liese als Wehrführer und Hubertus Kunz als stellvertretenden Wehrführer vor und wünschte ihnen Erfolg in ihrer neuen Funktion.


VG-Bürgermeister Peter Klöckner (links) und Ortsbürgermeister Paul Kunz (rechts) dankten Gerhard Wirth (2. von rechts) und Norbert Müller (3. von links). Neuer Wehrführer ist Detlef Liese (2. von links), sein Stellvertreter Hubertus Kunz (3. von rechts).
 

 
 
Seniorenfeier in harmonischer Atmosphäre

Viele Senioren waren wieder der Einladung des Ortsgemeinderates zur alljährlichen Adventsfeier im Dorfgemeinschaftshaus gefolgt und konnten sich in harmonischer und besinnlicher Atmosphäre an den abwechslungsreichen Darbietungen erfreuen. Den musikalischen Auftakt übernahmen die „Bläser-Kids“ der Altstädter Dorfmusikanten unter der Leitung von Herrn Thomas Schmidt. Ortsbürgermeister Paul Kunz, der durch das Programm führte, sprach in seiner Begrüßung den Wunsch aus, dass diese Feier für alle Gäste der besinnliche Abschluss der langen Reihe von Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Gemeinde sein möge und als ein Dankeschön an die Senioren für ihr Interesse und ihre Teilnahme am Gemeindeleben verstanden werde. Der Gemischte Chor Gehlert unter der Leitung von Herrn Volker Siefert erfreute das Publikum mit Adventsliedern und animierte mit einem Potpourri zum Mitsingen. Gedichte besinnlichen Inhalts wurden von Frau Elfriede Mengel vorgetragen, bevor die Kindertanzgruppe des SV Gehlert unter Leitung von Frau Nancy Reinscheid dem Publikum ein musikalisches Winterspiel präsentierte. Spontan vorgetragene Gedichte der Kinder Helena Klauck und Jamie Kühn ernteten einen besonderen Applaus.
Die nachfolgende Pause nutzten die Gäste zur Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen.
Den zweiten Teil des Programms eröffnete die Klasse 2 der Grundschule Hbg.-Altstadt, die zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Frau Mohseni das Adventsspiel „Die Herbergssuche“ einstudiert hatte.


Paul Kunz bedankte sich bei den Schulkindern, die für ihr Weihnachtsspiel viel Applaus erhielten.
 

Die „Westerwald-Buben“ unter der Leitung von Herrn Heinz Höhn trugen zunächst Weihnachtslieder aus Mähren und Spanien vor, bevor sie mit Liedern aus ihrem Jubiläumsprogramm an die gelungene Gemeindefeier im Sommer erinnerten. Zum Programmabschluss erfüllten die Jagdhornklänge der Bläsergruppe Alsdorf-Hachenburg den Saal. Diese Musikergruppe verbindet eine lange Freundschaft mit der Gemeinde Gehlert und sie versprach auch im nächsten Jahr ihre Teilnahme an dieser Feier. Abschließend wünschte Paul Kunz allen Senioren eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gesundes und zufriedenes neues Jahr. Er kündigte für das nächste Jahr die Einladung zu einem regelmäßigen Seniorentreff im Gemeindehaus an. Als kleines Geschenk erhielt jeder Gast eine gefüllte Weihnachtstüte. Herr Horst Kapp dankte allen Mitwirkenden und Helfern im Namen der Gäste für die Bewirtung und das unterhaltsame Programm. Die gesammelte Spende wird über die Gemeindeverwaltung einem guten Zweck zugeführt.

Allen Gästen sei nochmals für ihre Teilnahme und allen Mitwirkenden für ihre Programmbeiträge herzlich gedankt. Ein besonderer Dank auch allen, die einen Kuchen gespendet haben oder bei Dekoration und Bedienung halfen.
 

Adventssingen in vorweihnachtlicher Atmosphäre

Der Gemischte Chor Gehlert hatte zum ersten Adventssingen auf den Brunnenplatz eingeladen und viele folgten dieser Einladung. Als Geschenk an die Gemeinde in ihrem Jubiläumsjahr wollte der Chor dieses Adventssingen verstanden wissen, jedoch wird diese Veranstaltung wegen der guten Resonanz sicher im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden.

Mit Advents- und Weihnachtsliedern erfreute der Chor unter Leitung von Volker Siefert seine Zuhörer und konnte anschließend mit einem Potpourri der bekanntesten Adventslieder auch die Besucher zum Mitsingen animieren. Ergänzt wurde das musikalische Programm durch die „Westerwald-Buben“ unter Leitung von Heinz Höhn. Ortsbürgermeister Paul Kunz  dankte allen Mitwirkenden für dieses vorweihnachtliche Geschenk, denn der Erlös fließt in die Gemeindekasse. Ebenso dankte er den Besuchern für ihr Interesse und ihre erneute Unterstützung dieser Jubiläumsveranstaltung.

Parallel zum musikalischen Programm wurden die Gäste angemessen der kalten Witterung mit heißem Glühwein und köstlichen Waffeln bewirtet.

Allen Mitwirkenden und ihren Helfern sei nochmals herzlich gedankt für diese erfolgreiche Veranstaltung in vorweihnachtlicher Atmosphäre.

 

 

Eine kleine Fotogalerie von unserem Festwochenende finden Sie unter dem Link "Jubiläumsfest 2005"

 
   
Erste Chronik der Gemeinde Gehlert

Nachdem unser Chronikteam (Heinz Höhn, Antonius Kunz, Johannes Kunz, Markus Kunz und Paul Kunz) über Jahre hinweg die Archivalien zur Geschichte unseres Dorfes ausgewertet hatte, konnte die aus dieser Arbeit entstandene erste Chronik unserer Gemeinde am 02.09.05 während des Kommersabends vorgestellt und erstmals zum Verkauf angeboten werden. Das 560 Seiten umfassende Buch beinhaltet die interessantesten und bisher meist unbekannten Details aus der Geschichte unseres Ortes und seiner Bewohner. Die Texte sind durch zahlreiche Fotos aus unserem Gemeindefotoarchiv illustriert. Genauere Informationen zum Inhalt der Chronik sind dem unten aufgeführten Verzeichnis zu entnehmen.
Der Preis der Chronik beträgt 29,90 €.
Die Chronik fand großes Interesse, so dass die 1. Auflage nach kurzer Zeit bereits vergriffen war. Eine Neuauflage ist z. Z. aus finanziellen Gründen noch nicht möglich.

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 9          Zur Einführung 10

Die Siedlung in ihrer Entwicklung

Von Geilinrode nach Gehlert 13
Der Hof des Klosters Marienstatt bei Gehlert 17
Nassauer, Preußen und Rheinland-Pfälzer – die Gehlerter als Untertanen und Bürger 79
Zur Geschichte der Gemeindeverwaltung 85
Von Geilo bis zur 600-Seelen-Gemeinde. Die Einwohnerentwicklung in Gehlert 95
Zur Entwicklung der Bebauung  in Gehlert 105
Vom Vicinalweg zur Kreisstraße. Straßen und Wege in der Gemarkung Gehlert 119
Wie das Dorf zu seinen Straßennamen kam 125

Natur und Landschaft

Die Gaben der Natur
Naturräumliche  Grundlagen 129
Viele Namen – ein Bach  141
Gehlerter Wasser - eine begehrte Spezialität 147
Spuren der Dorfgeschichte - Boden- und Kleindenkmäler in der Gemarkung Gehlert 153
Die Landschaft hat viele Namen – Flurnamen in der Gemarkung Gehlert 169

Von Ackerbau und Viehzucht

Die Nassauische Konsolidation in Gehlert 231
Landwirtschaft im Rückblick 237
Consumverein und Bezugs- und Absatzgenossenschaft. Genossenschaftliche Selbsthilfeeinrichtungen in Gehlert  245
Vom Dreschflegel zum   Mähdrescher 249
„Kraut-Host, Kuhfuß und Königlicher Dickstiel“. Obstbau in Gehlert 255
„Glucksen, Sperrzeiten und Eiergroschen“. Hühnerhaltung in Gehlert  261
Verfolgung eines Unterirdischen: Der Maulwurffang  269
Rund um die „Erbjern“ 273

Wald und Wild

Von der Jagdfron zum gemeinschaftlichen Jagdbezirk. Das Jagdwesen in Gehlert 285
Fliegende Mäuse im Gehlerter Wald 291
Der Gehlerter Wald 293

Kriegs- und Vorkriegszeit

Owei, de Franzusen! Kriegsschäden im Koalitionskrieg 1795 303
Gehlert im Ersten Weltkrieg 311
Gehlert in der NS-Zeit 323
„Lass uns lieber über den Frieden reden!“. Erlebnisse Gehlerter Soldaten im Zweiten Weltkrieg 337

Einrichtungen der Gemeinde

Vom Kirchhof zum Friedhof. Totengedenken im Wandel 349
Die Gehlerter Feuerwehr 357
Die Kehrseiten des Fortschritts – Abwasser und Abfall 363
Die Schule in Gehlert- eineChronik erzählt 367

Handwerk und Gewerbe

Einkaufen vor der Haustüre 429
Urlaubsgäste in Gehlert 439
Die Geschichte der Gehlerter Mühle 443
Die Gehlerter Steinbrüche 451
Haupt- und Nebenerwerb, Handwerk und Gewerbe in Gehlert 459

Alltag im Wandel

Das schlechte Kalb und 20 Karren Mist als Erbstücke.
Besitzverhältnisse und Alltagskultur im frühen 19. Jahrhundert 467
Aufbruch in die Moderne -  Strom für das Dorf  485
„Landleute, seid vernünftig ...!“.  Das Telefon kommt nach Gehlert 495
Brotbacken im Backhaus 499
„Gehlerter Platzfräßer“ 509

Vereine und Geselligkeit

Singverein Eintracht Gehlert – der erste Verein im Dorf  513
„Liebe und Treue zu Kaiser und Reich“ – der Kriegerverein Gehlert 517
Der FC Gehlert – der erste Sportverein  523
54 Jahre Sportverein Gehlert 527
Ein Hauptfest – Die Gehlerter Kirmes  535
 
Anmerkungen  545
Quellen und Literatur 551

   
Gemeinsame Kartoffelernte im Jubiläumsjahr

Die im Frühjahr in einer gemeinsamen Aktion gesetzten Kartoffeln konnten nun von ihren Besitzern geerntet werden.

Jung und Alt machte die ungewohnte Arbeit Spaß, zumal die Geselligkeit nicht zu kurz kam.

   
Mähen für das Jubiläumsfest
Eine gelungene Veranstaltung im Rahmen der Vorbereitungen war das Mähen von Getreide zum Dekorieren beim Fest. Viele Helfer hatten sich am Feld an der Alten Poststraße eingefunden, um mit der Sense in alter Art das Getreide zu mähen oder die Garben zu binden. Zahlreiche Zuschauer konnten feststellen, dass die Helfer nichts von den in früherer Zeit erlernten Tätigkeiten vergessen hatten.

Ein Teil der Helfer versammelte sich um den Oldtimer-Trecker (Deutz Bj. 1952

Nach getaner Arbeit saßen alle in gemütlicher Runde bei einer guten Suppe und erfrischenden Getränken zusammen.
Einen musikalischen Abschluss bildete der Vortrag von Volksliedern mit Trompete durch Werner Göbler und Berthold Seifer.

   

„Treffpunkt Wald“ – ein erfolgreicher Aktionstag

Viele Besucher folgten der Einladung zum „Wald-Aktionstag“, einer weiteren Veranstaltung in der Reihe „750 Jahre Gehlert“. Unter der Schirmherrschaft von Verbandsbürgermeister Peter Klöckner und in Kooperation zwischen der Gemeinde Gehlert und dem Forstamt Hachenburg wurden auf einem großen Areal interessante Aktionen zum Thema „Wald und Holzernte“ gezeigt.

Eindrucksvoller hätte der Gegensatz zwischen der Holzernte früher und heute nicht dargestellt werden können: hier mühsames Holzschleppen mit dem Pferd, dort der Einsatz computergesteuerter Holzerntemaschinen.
Nach dem Bestaunen der modernen Maschinen kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

Neben den Demonstrationen zur beschwerlichen Waldarbeit in früheren Zeiten und dem Einsatz von Langholz-Lkw und Spezialschleppern der örtlicher Firma Hans-Peter Motzfeld sowie moderner Holzerntemaschinen wurde vieles an Aktionen und Informationen zu den Themen „Energieholzgewinnung“, „Waldpflege“, „Tiere des Waldes“ und „Kunst mit der Motorsäge“ gezeigt. Die Besucher konnten sich außerdem über Geräte zur Holzaufbereitung informieren, den Baumsteiger in luftiger Höhe bei seiner Arbeit beobachten oder am Stand des Imkervereins Hachenburg emsige Bienen in ihrem Stock bestaunen. Besondere Attraktionen waren auch der Schießstand und die Greifvogelschau. Ein interessanter Wald-Erlebnisparcours und das Stockbrotrösten am Lagerfeuer zogen besonders die Kinder an.
Insgesamt war es eine interessante und rundum gelungene Veranstaltung.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Revierförster Herrn Edgar Ferger und seinen Mitarbeitern, die diesen Tag bestens vorbereitet und organisiert hatten. Ein besonderer Dank auch den vielen freiwilligen Helfern, vor allem aber den Firmen und Arbeitern, die unentgeltlich ihre Maschinen zum Einsatz brachten und damit den Besuchern einen interessanten Einblick in ihre Arbeit boten.

   
Gut besuchte Pfingstkirmes in Gehlert

Guten Anklang fand in diesem Jahr die Gehlerter Pfingstkirmes. Bestens vorbereitet durch die Kirmesgesellschaft und mit neuen Programmpunkten anlässlich des Ortsjubiläums "750 Jahre Gehlert" war es ein gelungenes Fest für Jung und Alt.


Großen Beifall bekam die neu formierte "Kirmestanzgruppe" unter Leitung von Birgit Richter.
 

Der Besuch befreundeter Kirmesgesellschaften während des Montagsfrühschoppens gehört zur Tradition.

Der Vortrag eines alten Gehlerter Kirmesliedes durch Gerda Schmidt erntete besonderen Applaus.
 
Vorbereitung auf Jubiläumsfest laufen

Die Vorbereitungen auf das Jubiläumsfestwochenende "750 Jahre Gehlert" Anfang September 2005 laufen auf Hochtouren. Der alte Dorfbackes wurde von einer Gruppe, bestehend aus Gemeindratsmitgliedern und weiteren Helfern, "angestocht", um Rezepte von "Gehlerter Platz" und "Gehlerter Knörzjer" auszuprobieren, um sie beim Jubiläumsfest als besondere Leckerbissen anzubieten.


Der gut vorbereitet Teig wird zu "Gehlerter Knörzjer" geformt.

Unser Bäcker Begim ist mit seiner Arbeit zufrieden.

Nach getaner Arbeit werden die gelungenen Backergebnisse verspeist.
   
Fußballmeister 2005

Der SV Gehlert kann sich über die Saisonmeisterschaft der Kreisliga C seiner Fußballmannschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga B freuen.


Die Mannschaft freut sich über die errungene Meisterschaft.


Anschließend wird mit Spielerfrauen und Fans zünftig gefeiert.

   
   
Aktionstag „Kartoffeln setzen wie früher“ fand großes Interesse

Der Wettergott meinte es gut und viele kamen zum Feld am Hohlweg in Gehlert, um selbst von Hand ihre Kartoffeln zu setzen oder einfach nur bei der Aktion dabei zu sein. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung durch Ortsbürgermeister Paul Kunz begann unter der Regie von Landwirt Michael Zimmer das Kartoffelsetzen nach altbäuerlicher Art. Nachdem Heinz Müller mit seinem Oldtimer-Trecker „Bautz“ (Baujahr 1956) und seinen Helfern Paul Christian, Klaus Kunz und Horst Schäfer am „Hahnplooch“ die Furchen gezogen hatte, konnte das Saatgut ausgelegt werden. Für die Schüler einer Klasse der Grundschule Hachenburg war dies eine neue Erfahrung und die Kinder waren unter Mithilfe der Eltern mit Eifer dabei, „ihre Reihe zu setzen“. Aber auch für die meisten anderen „Kartoffelsetzer“ war es zwar eine ungewohnte, aber schöne Arbeit.


Eifrig begannen die Kinder mit der Arbeit.

 Nach dem „Zoföhren“ konnte jeder „Hobbybauer“ seine Reihe mit einem Namensschild versehen. Denn jeder muss sich nun in den nächsten Monaten um „seine“ Kartoffeln kümmern und die Reihen säubern, damit die Ernte im Herbst erfolgreich wird.

      

Jung und Alt machte die Arbeit gleichermaßen Spaß.

 

 

Zum Abschluss wurde auf dem Rest des Ackers von Günter Schneider Getreide von Hand ausgesät und von Paul Christian eingeeggt.
Nach getaner Arbeit wurden noch lange bei Imbiss und Getränken Erinnerungen an die Arbeit in der Landwirtschaft früher ausgetauscht.
Nun hoffen alle auf eine gute Ernte und ein schönes Kartoffelfest im Herbst.

   
Großes Interesse an der Geschichte unseres Dorfes und seiner Bewohner
- Grenz- und Flurwanderung am 2. April 2005 -

Mit einer Grenz- und Flurwanderung startete die Gemeinde Gehlert ihre Jubiläumsveranstaltungen anlässlich der urkundlichen Ersterwähnung des Dorfes vor 750 Jahren.
Weit über 100 Personen konnte Ortsbürgermeister Paul Kunz im Dorfgemeinschaftshaus zu dieser Auftaktveranstaltung begrüßen.

Die von Markus Kunz geleitete Wanderung führte zunächst in die Hofwiese. Hier weisen Flurnamen und Hüttenlehmreste auf den ehemaligen Hof des Klosters Marienstatt hin. Der Hof umfasste weite Teile der Gehlerter Gemarkung. Seine Bewirtschafter mussten alljährlich Pachtleistungen nach Marienstatt liefern, darunter auch immer ein Schwein, wie Markus Kunz anschaulich zu berichten wusste.


Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörer die Ausführungen von Markus Kunz.
 
Während die meisten Teilnehmer zu Fuß marschierten, konnten sich die älteren Teilnehmer mit einem Planwagen fahren lassen.

Bei herrlichem Frühlingswetter machte das Wandern großen Spaß.
 
Grenzsteine aus Trachyt als Zeugen der lang anhaltenden Gerichtsprozesse des Klosters mit der Stadt Hachenburg und der Gemeinde Gehlert fand man anschließend an der sogenannten Alten Poststraße an der Gehlerter Gemarkungsgrenze.

Von dort führte der Weg in die Pfingsterlen auf die Gehlerter Heide. Mitten im heutigen Wald weisen lang gestreckte Basaltsteinwälle auf die bis ins 19. Jahrhundert betriebene sporadische Ackernutzung auf den entwaldeten Heideflächen hin. Das Hacken des Heidebodens und die Einsaat von Getreide zeigten der Wandergruppe die Wirtschaftsweise der Vorfahren.
Nach der Besichtigung einer alten Farberdegrube und Hinweisen zu historischen Viehtriften in der Gemarkung ging es dann in das Waldgebiet Schmitteborn. Kreisrunde Verebnungen im Wald und Reste von Holzkohle verrieten hier die frühere Praxis der Köhlerei. So hüllte sich denn auch die geschichtsinteressierte Wandergruppe in dichten Rauchschwaden, als die „Köhlerknechte“ Lukas und Julius einen eigens aufgebauten kleinen Holzkohlenmeiler anzündeten.


Sogar ein kleiner "Kohlenmeiler" wurde zur Veranschaulichung angezündet.
 
Gleich nebenan besichtigte man nun den eigentlichen Schmitteborn, einen Quellaustritt, an dem im Mittelalter Eisenerz in einfachen Lehmöfen geschmolzen wurde. Schlackenreste und Holzkohle wurden hier als Spuren dieses historischen Wandergewerbes entdeckt.
Von hier aus führte die Wanderung schließlich zum Metzgeshöfchen, wo im Wiesental die Überreste einer kleinen mittelalterlichen Hofsiedlung besichtigt wurden.
Zum Abschluss trafen sich alle wieder im Gemeindehaus, wo bei Imbiss und Getränken und einer von Johannes Kunz präsentierten Schau von Bildern des Gemeindearchives die Veranstaltung ausklang.

Es ist zu wünschen, dass die weiteren Jubiläumsveranstaltungen in diesem Jahr auf gleich großes Interesse stoßen.

 
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